Die Geschichte des Eherold

Der eherold wurde in den späten 1980er Jahren begründet. Er ergänzte die bereits bestehende internationale Registrierung „Generalregister Wappenführender Familien“ (GWF) um eine weitere Dimension: Das Internet. Somit war die bis dato in Buchform verbreitete Veröffentlichung nun wahrhaft auf der ganzen Welt – bis hin zum Mount Everest – gegeben.
Die enthaltenen Registrierungen stammen zum größten Teil aus den Archiven von Dochtermann und seinen Nachfolgern sowie von Pro Heraldica.

Der eherold ist seit jeher über das Internet überall erreichbar. Seine Verbreitung war jedoch bislang durch die sprachliche Begrenzung im deutschsprachigen Raum limitiert.

Heute ist die Welt ohne Internet nicht mehr vorstellbar. Wie wichtig das Internet heute ist, zeigt sich am Konzern Google: 1998 gegründet hat man es schon zu einem Verb gebracht. Die Welt googelt.
Nicht zuletzt seit der Gründung von Pro Heraldica USA wurden wir verstärkt mit der Frage der Wappenregistrierung und hier insbesondere einer internationalen Registrierung konfrontiert. Dem leistet auch der eherold Folge.

Expertise

Verantwortlich für den eherold zeichnet der Wappen Herold in Zusammenarbeit mit Pro Heraldica, Deutsche Forschungsgesellschaft für Heraldik und Genealogie mbH.
Dementsprechend war deutsch die ursprüngliche Sprache des eherold.

Der Wappen-Herold

Im Jahre 1960 konstituierte sich die Deutsche Heraldische Gesellschaft - der Wappen-Herold.
Unser Ziel: Die Heraldik in Deutschland zu neuem Leben zu erwecken – jenseits spätromantischer Idealisierung, schwärmerischer Träumerei und ideologischen Verstrickungen. Dafür mit umso mehr nüchternem Pragmatismus und einem offenen Blick für die Zukunft seiner Disziplinen im Zeitalter des sozialen Wandels.
Das Interesse an der Heraldik als allgemeiner Kulturerscheinung erwächst oft aus der Beschäftigung mit der eigenen Familiengeschichte, aber auch aus der positiven Anteilnahme an der Politik, die sich in dem zunehmenden Interesse an der öffentlichen Heraldik, also dem Wappenwesen der Staaten, Städte und Gemeinden, manifestiert.
Die Beschäftigung mit der eigenen Familiengeschichte bildet aber weiterhin den Hauptantrieb, sich der Heraldik zuzuwenden. Liegt hier doch das Haupttätigkeitsfeld innovativer Kräfte bereit. Der Zugang zu diesem Studiengebiet eröffnet sich zwar für jedermann ziemlich leicht; jeder Mensch kennt doch - gemeinhin - die Personalien seiner Eltern, Geschwister und Kinder; und es ist also normalerweise ziemlich einfach, sich diese Daten zu beschaffen und beglaubigen zu lassen.

Dabei bleibt es aber nicht immer, denn sogar schon der nächste Schritt bedeutet die Überwindung von möglicherweise unerwarteten Hindernissen. Wenn sich Hindernisse ergeben oder gar auftürmen, wird mitmenschliche Hilfe vonnöten, Hilfe, die dann nur erfahrene Personen bieten können. So mancher Amateur hat sich durch angesammelte Erfahrung zum Profi gemausert.

Unser Symbol - Der Tappert

Ein mantelartiger Überwurf über die Rüstung - auch “Heroldsrock” war die Amtstracht des Herolds und Zeichen seiner prominenten Stellung, die ihm auf Grund seiner Kenntnisse zukam.
Manche der noch erhaltenen Tapperte zeigen Wappen deutscher Landesfürsten als Dienstherren der Herolde. Einige von Ihnen sind jedoch mit dem geschmückt was später das Wahrzeichen der deutschen Nation werden sollte: der schwarze Adler auf goldenem Grund. Dieser bildet zusammen mit den Heroldstäben und den Nationalfarben Gold, Rot und Schwarz das Zeichen des Wappen-HEROLD, Deutsche Heraldische Gesellschaft e.V.

Der Gründer

Dr. phil Ottfried Neubecker (22.3.1908 – 8.7.1992)



    • Mitglied der Académie Internationale d'Héraldique

    • Langjähriger Vorsitzender der Fédération Internationale des Associations Vexillologiques

    • Ehren- und korrespondierendes Mitglied in nationalen und internationalen heraldischen Gesellschaften

    • Comendador de Numero des spanischen Ordens Raimundo de Peñafort

    • Träger des Bundesverdienstkreuzes

    • über 300 selbständige Schriften

    • anonyme Mitarbeit an fremden Arbeiten und Übersetzungen

    • Mitarbeit an Lexikalischen Werken bzw. Serienwerken, Aufsätzen in Zeitschriften und Zeitungen, Reklame- und Bilderserien etc.



Das umfangreiche Schriftenverzeichnis stellen wir hier allen Interessierten zum Lesen oder Herunterladen zur Verfügung.

Seine Bibliographie können Sie hier herunterladen (PDF, 21MB)

Einheitliches Werk

Auf unserer Seite zeigen wir Ihnen für alle Länder der Welt heraldisch korrekte Wappenabbildungen, die von Experten in den jeweiligen Ländern auf ihre Korrektheit überprüft wurden.

Globalisierung ist ein großes Thema unserer Zeit. Alles wird internationaler. Umso wichtiger ist es, dass ihr Wappen auch internationalen Schutz genießt. Durch die Registrierung Ihres Wappens beim Wappen Herold machen sie ihr Wappen international rechtssicher. Wir arbeiten mit einem Netzwerk von international anerkannten Heraldikern zusammen.

Eherold bietet die Möglichkeit für Interessierte und Fachleute, sich über den aktuellen Stand zeitgenössischer Heraldik in den verschiedenen Ländern der Welt zu informieren. Denn die Regeln der Heraldik oder die Führungsberechtigung der Familienwappen können von Land zu Land unterschiedlich sein. Die Präsentation des Wappens auf Eherold.org kann weltweit zur Sicherung des Prioritätsanspruchs herangezogen werden - unabhängig von den jeweiligen rechtlichen Gegebenheiten in den 193 Ländern der Erde. Allein die globale Bekanntmachung des Wappens bietet die Basis, international seine Vorrangigkeit zu dokumentieren.

Seit über 45 Jahren arbeitet der WappenHerold, Deutsche heraldische Gesellschaft e.V. in Deutschland eng mit Pro Heraldica zusammen und pflegt einen engen Kontakt zur Internationalen Akademie der Genealogie, gegründet 1998 in Turin (Italien), und der Internationalen Akademie der Heraldik (Académie Internationale d'Héraldique), gegründet 1949 in Paris. Die beiden Akdamien wurden gegründet um weltweit Ahnenforscher und Experten der Wappenkunde zusammenzubringen.
Ziel der genealogischen Akademie ist es, genealogische Studien auf internationalem Niveau zu fördern und zu koordinieren, Zusammenkünfte und Kolloquien zu organisieren und die Genealogie weltweit zu einer echten Disziplin innerhalb der Geisteswissenschaften zu machen.
Das Ziel der heraldischen Akademie ist es, heraldische Studien auf der Grundlage größtmöglicher internationaler Zusammenarbeit zu zentralisieren. Um einen Platz in der Akademie zu erhalten, muss man sich wählen lassen. Die Zahl der aktiven Akademikern ist dabei auf 75 begrenzt. Dr. Rolf Sutter, Vorsitzender des Wappen Herold ist Mitglied in beiden Akademien.